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2020

Podiumsgespräch: "Hilfe zum Sterben - oder Hilfe beim Sterben?"

Köln, Oktober 2020

Im Februar hat das Bundesverfassungsgerichts entschieden: Beihilfe zum Suizid in Deutschland ist erlaubt. Wer sein Leben beenden möchte, hat durch die neue Gesetzeslage das Recht auf Hilfe zur Selbsttötung. Das neue Urteil zur Sterbehilfe erfährt zugleich Zustimmung und Ablehnung. Experten, Politik sowie Kirchen warnen vor Gefahren. Sollten wir einander bestärken und begleiten, auch schwerste Leidenswege bis zum Ende zu durchschreiten? Oder kann Sterbehilfe ein Akt der Nächstenliebe sein?
Gemeinsam mit der Melanchthon-Akademie Köln luden wir zum Podiumsgespräch ein. Auf dem Podium diskutierten die Experten: Manfred Kock: Kölner Präses i.R. und Kurator der Stiftung Allgemeinmedizin; Dr. Martin Bock: Leiter der Melanchthon-Akademie Köln; Lukas Pieplow: Fachanwalt für Strafrecht . Anne Schneider: Buchautorin. Mit ihrem Ehemann Nikolaus Schneider schrieb sie „Vom Leben und Sterben“. Das Podiumsgespräch wurde aufgezeichnet, um es anzusehen klicken Sie bitte hier.

Bürgergespräch zu COVID-19

Tutzing, Oktober 2020

Gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Tutzing fand am Montag, den 5. Oktober um 19 Uhr die Veranstaltung "Covid-19-Pandemie: Die Rolle des Hausarztes - Erfahrungen und Perspektiven" statt.
Unter Moderation von Akademiedirektor Udo Hahn diskutierten im Musiksaal der Evangelischen Akademie Tutzing der Ärztliche Direktor des LMU-Klinikums Prof. Dr. Karl-Walter Jauch und Dr. Marianne Koch, als Vertreterin der Stiftung Allgemeinmedizin gemeinsam mit dem Stiftungsvorsitzenden Prof. Dr. Jochen Gensichen das Thema und beantworteten Fragen. Im Gespräch mit dem Publikum wurden, neben medizinischen Aspekten, auch Fragen zur Seelsorge und aus dem Bereich der Pflege aufgegriffen. Die Teilnahme war kostenlos.
Das Bayerischen Ärzteblatt berichtete über die Veranstaltung in Heft 11/20 mit dem Artikel: Die Rolle des Hausarztes während der Corona-Pandemie
Die Evangelische Akademie Tutzing fasst die Veranstaltung in ihrem Bericht "Vertrauen als vorsorgendes Prinzip" zusammen, den Sie hier lesen können, und veröffentlichte das Podiumsgespräch auf ihrem YouTube-Kanal, um das Video anzusehen klicken Sie bitte hier.

Bürgergespräch zu COVID-19

Auf dem Podium diskutierten (v. li. nach re.): Prof. Dr. Jochen Gensichen, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, Dr. Marianne Koch und Akademiedirektor Udo Hahn (Moderation). © ma eat archiv

Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff las die "Hufeland-Lecture 2020

München, Oktober 2020

Die diesjährige Hufeland-Lecture fand am 3. Oktober im Rahmen des LMU-Tages der Allgemeinmedizin statt. Mit der Frage "Frau Doktor, warum ich?" betrachtete Herr Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff Überlegungen zu klinischer Kausalität. Für Kausalaussagen über Gruppen gibt es allgemein anerkannte Instrumente. Eine wissenschaftlich fundierte ärztliche Antwort auf die Frage der einzelnen Patientin stößt jedoch auf große Schwierigkeiten. Es besteht dabei nicht nur die Gefahr, ein falsches Bild zu geben, sondern auch persönlich zu kränken und langfristig zu schaden. Wie können Hausärzte dies vermeiden?
Norbert-Donner-Banzhoff ist Hausarzt und arbeitet an der Universität Marburg. Mit seinem Kollegen-Team wurde er für das Kursprogramm „Klug entscheiden – Sicher behandeln“ für Medizinstudierende mit dem Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2019 ausgezeichnet: Einer der renommiertesten Lehrpreise für herausragende und innovative Lehrleistungen. Darüber hinaus ist Norbert Donner-Banzhoff insbesondere in der Allgemeinmedizin als erfolgreicher Buchautor bekannt.
Seine Hufeland-Lecture wird in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin veröffentlicht.

Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff las die "Hufeland-Lecture 2020

Preisverleihung an Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff (li.) für die Hufeland-Lecture 2020 durch Prof. Dr. Jochen Gensichen.

Neu im Kuratorium: Dr. Marianne Koch und Dr. Peter Meinecke

München, März 2020

Das Stiftungs-Kuratorium freut sich sehr über zwei weitere Mitglieder: Es ist uns eine Ehre, die Internistin, Buchautorin und ehemalige Schauspielerin Frau Dr. Marianne Koch in unserem Kuratorium willkommen zu heißen! Einem breiten Publikum ist Marianne Koch als weltberühmte Schauspielerin bekannt. Dem folgte eine ebenso erfolgreiche Karriere als Ärztin: Im Alter von 43 Jahren legte Marianne Koch ihr Staatsexamen ab und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit summa cum laude. Bis 1997 arbeite sie in eigener, hausärztlicher Praxis in München. Darüber hinaus schrieb sie Bücher, die bis heute zu den Klassikern in der Ratgeberliteratur zählen, darunter "Mein Gesundheitsbuch", "Körperintelligenz" und "Die Gesundheit unserer Kinder". Seit 2001 gestaltet Dr. Marianne Koch im Programm Bayern 2 das "Notizbuch Gesundheitsgespräch": Eine Radiosendung mit medizinischer Thematik und Hörerbeteiligung.
Herr Dr. Peter Meinecke ist Jurist mit dem Fachgebiet Stiftungswesen. Er studierte an der Universität of California, Berkeley und promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Der 38-Jährige ist Geschäftsführer eines mittelständigen Familienunternehmens und lebt in Freiburg im Breisgau.

Networking-Treffen junger Hausärztinnen und -ärzte in Weiterbildung

München, Februar 2020

Die Stiftung Allgemeinmedizin fördert die Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte. U.a. werden die Führungskräfte-Programme "Strukturierte Weiterbildung" am Universitätsklinikum Jena sowie "Hausarzt 360°" des LMU-Klinikums der Universität München unterstützt. Ziel dieser Führungsprogramme ist die Ausbildung von exzellenten medizinischen Führungspersönlichkeiten für die ambulante hausärztliche Versorgung - mit dem Potential, die Zukunft der ambulanten Medizin in der Patientenversorgung, der Wissenschaft und der Gesellschaft mitzugestalten.

Vom 28. - 29. Februar trafen sich Teilnehmer/innen und Alumni beider Programme auf halber Strecke in Bamberg zum Austausch und Networking. Sie nutzten das gemeinsame Wochenende für ein intensives Arbeitsprogramm, in welchem sie ihre jeweiligen Vorhaben vorstellten, Zukunftspläne austauschten und sich miteinander vernetzten. Prof. Dr. Annette Becker, Kuratoriumsmitglied und Studiendekanin an der Philipps-Universität Marburg, gab den jungen Kolleginnen und Kollegen mit ihrem Vortrag "Vernetzung und Gemeinschaften" wertvolle Überlegungen zur Herangehensweise an die individuelle Karriereplanung mit auf den Weg. Die Ärztinnen und Ärzte nahmen aus diesem erfolgreichen Treffen den festen Vorsatz mit, sich künftig regelmäßig zu treffen um ihre Vorhaben zu besprechen und sich gegenseitig dabei zu unterstützen.