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Wahrnehmung der Allgemeinmedizin

Die Stiftung Allgemeinmedizin möchte allgemeinmedizinische Kernkompetenzen für eine breite Öffentlichkeit aus Bürgern, Medien, Gesundheitspolitik sichtbarer machen und angehende Ärzte für dieses Thema sensibilisieren.

„Hufeland-Lecture“

Die Stiftung Allgemeinmedizin lädt einmal im Jahr eine bedeutende Persönlichkeit dazu ein, die akademische „Hufeland-Lecture“ zu Grundfragen der Medizin zu halten. Auf diese Weise soll das Werk dieser Person geehrt werden. Christoph Wilhelm Hufeland (12.08.1762 - 25.08.1836) war in seiner Weimarer Zeit Hausarzt von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Schiller, Johann Gottfried von Herder und Christoph Martin Wieland. Mit diesen Patienten wird Hufeland über seinen unmittelbaren klinisch-ärztlichen Auftrag hinaus auch umfassende Fragen von Gesundheit und Krankheit erörtert haben. Daran anknüpfend soll die „Hufeland-Lecture“ Ärzte und Patienten von heute zum Nachdenken anregen.
Alle im Rahmen der Hufeland-Lecture gehaltenen Vorträge sind alleiniges Werk der jeweiligen Vortragenden, weswegen die inhaltliche Verantwortung auch bei diesen liegt. Die Stiftung Allgemeinmedizin nimmt keine Kommentierung der Vorträge vor. Die Hufeland-Lecture ist eine mit 1000 Euro dotierte Preisverleihung. Dieses Preisgeld gilt nicht dem Vortrag, sondern der Lebensleistung der Vertragenden.

Die "Hufeland-Lecture" 2020 hielt Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff am 3. Oktober 2020 im Rahmen des LMU-Tages der Allgemeinmedizin: Mit der Frage "Frau Doktor, warum ich?" betrachtete er Überlegungen zu klinischer Kausalität. Für Kausalaussagen über Gruppen gibt es allgemein anerkannte Instrumente. Eine wissenschaftlich fundierte ärztliche Antwort auf die Frage der einzelnen Patientin stößt jedoch auf Schwierigkeiten. Es besteht dabei nicht nur die Gefahr, ein falsches Bild zu geben, sondern auch persönlich zu kränken und langfristig zu schaden. Wie können Hausärzte dies vermeiden?
Norbert-Donner-Banzhoff ist Hausarzt und arbeitet an der Universität Marburg. Mit seinem Kollegen-Team wurde er für das Kursprogramm „Klug entscheiden – Sicher behandeln“ für Medizinstudierende mit dem Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2019 ausgezeichnet: Einer der renommiertesten Lehrpreise für herausragende und innovative Lehrleistungen. Zudem ist Norbert Donner-Banzhoff als erfolgreicher Buchautor bekannt.
Seine Hufeland-Lecture wird in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin veröffentlicht.

Die "Hufeland-Lecture 2019" wurde von Prof. Dr. Micha Brumlik gelesen. Er ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Publizist. Er lehrte von 1981-2000 Erziehungswissenschaft an der Universität Heidelberg, anschließend leitete er bis 2005 in Frankfurt das Fritz Bauer Institut. Seit 2000 war er Professor für Erziehungswissenschaft in Frankfurt/Main sowie Mitherausgeber der Zeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“.
Die Stiftung Allgemeinmedizin ehrte Professor Brumlik mit der "Hufeland Lecture 2019", da er mit seinen Arbeiten wichtige Brücken zwischen der Gesellschaft und der Allgemeinmedizin beschreibt und betritt. Professor Brumlik las die "Hufeland Lecture 2019" am 13.9.2019 während des 53. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin in Erlangen. Der Titel seines Vortrags war: "Hufeland und Immanuel Kant - der Artzberuf als ethische Praxis".

Der Vortrag wurde in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin Heft 1/2020 veröffentlicht, zum Artikel

Die „Hufeland-Lecture 2018“ wurde vom dänischen Hausarzt und Forscher Prof. Dr. Frede Olesen gelesen. Er ist in der internationalen Fachwelt insbesondere für seine Vorträge über den Einfluss des hausärztlichen Arzt-Patienten-Gesprächs bekannt, sowie für seine wegweisenden Studien zur Erforschung des Placebo-Effekts. Diesem Themenfeld widmete er auch seine Hufeland-Lecture. Sein Vortrag „The Context and the Doctor as a Drug“, die am 15. September auf dem 52. DEGAM Jahreskongress in Innsbruck zu hören war.
Der Vortrag wurde unter dem Titel "Der Arzt als Medikament" in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin Heft 4/2019 veröffentlicht, zum Artikel

Die "Hufeland-Lecture-2017" wurde von der Germanistin Prof. Dr. Henriette Herwig am Samstag, 23. September 2017, 13.15 – 14.00 Uhr, im Rahmen des 51. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Gebäude 23, HS 3a, Universitätsstraße 1, in 40225 Düsseldorf gehalten. Der Titel lautete: "Der Hausarzt als ohnmächtiger Heiland in Franz Kafkas Erzählung 'Ein Landarzt'".
Der Vortrag wurde in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin, Heft 12/2017 veröffentlicht, zum Artikel

Die „Hufeland-Lecture 2016“ wurde vom internationalen Wissenschaftler Prof. Dr. Paul Glasziou, Bond University in Brisbane, Australien, gehalten. Seinen Vortag mit dem Titel: "Der Tatsache ins Auge sehen: Wir Ärzte tun zuviel !” hat er am Samstag, den 1. Oktober 2016 anlässlich des 50.DEGAM Kongresses in Frankfurt a.M. gehalten.
Der Vortrag wurde in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin, Heft 6/2017 veröffentlicht, zum Artikel

Die „Hufeland-Lecture 2015“ wurde vom Bildungsforscher Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor der Abteilung „Adaptives Verhalten und Kognition“ und Direktor des Harding-Zentrum für Risikokompetenz, beide am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, gehalten. Thema war "Das Jahrhundert des Patienten – zum Umgang mit Risiken und Chancen". Termin war Samstag der 14. November 2015 in Jena.
Der Vortrag wurde in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin Heft 5/2016 veröffentlicht, zum Artikel

Die „Hufeland-Lecture 2014“ wurde vom Allgemeinmediziner und Wissenschaftler Prof. Dr. med. Michael M. Kochen, MPH, - Emeritus Lehrstuhl für Allgemeinmedizin der Georg-August-Universität Göttingen, gehalten. Das Thema lautete „Die Bündnisfrage“. Termin war Samstag der 15. November 2014 in Jena.
Der Vortrag wurde in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin Heft 12/2014 veröffentlicht, zum Artikel

Für Fragen zu den einzelnen Aktivitäten wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Jochen Gensichen.