gemeinnützig | bürgerlich | mildtätig | international

Wahrnehmung der Allgemeinmedizin

Die Stiftung Allgemeinmedizin möchte allgemeinmedizinische Kernkompetenzen für eine breite Öffentlichkeit aus Bürgern, Medien, Gesundheitspolitik sichtbarer machen und angehende Ärzte für dieses Thema sensibilisieren.

Folgende Aktivitäten finden statt:

1. „Hausärzte erzählen“

Die Stiftung Allgemeinmedizin erstellt eine Sammlung von Aussagen zum Beruf Hausarzt. Jeder Hausarzt, jede Hausärztin, ob angehend oder berufserfahren, weiß in seinem, in ihrem Innersten genau, warum er / sie diesen und nur diesen Beruf gewählt hat. Alle erleben im Laufe ihres Berufslebens die Augenblicke, die sie in ihrem grundlegenden Gefühl bestätigen, im richtigen Beruf zu sein. Die Stiftung Allgemeinmedizin will diese persönlichen Berichte sammeln und verbreiten, nicht zuletzt auch, um angehende Mediziner für diese Berufung zu begeistern.

2. „Hufeland-Lecture“

Die Stiftung Allgemeinmedizin lädt einmal im Jahr eine bedeutende Persönlichkeit dazu ein, die akademische „Hufeland-Lecture“ zu Grundfragen der Medizin zu halten. Auf diese Weise soll das Werk dieser Person geehrt werden. Christoph Wilhelm Hufeland (12.08.1762 - 25.08.1836) war in seiner Weimarer Zeit Hausarzt von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Schiller, Johann Gottfried von Herder und Christoph Martin Wieland. Mit diesen Patienten wird Hufeland über seinen unmittelbaren klinisch-ärztlichen Auftrag hinaus auch umfassende Fragen von Gesundheit und Krankheit erörtert haben. Daran anknüpfend soll die „Hufeland-Lecture“ Ärzte und Patienten von heute zum Nachdenken anregen.

Die „Hufeland-Lecture 2014“ wurde vom Allgemeinmediziner und Wissenschaftler Prof. Dr. med. Michael M. Kochen, MPH, - Emeritus Lehrstuhl für Allgemeinmedizin der Georg-August-Universität Göttingen, gehalten. Das Thema lautete „Der Bündnisfall“. Termin war Samstag der 15. November 2014 in Jena.

Die „Hufeland-Lecture 2015“ wurde vom Bildungsforscher Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor der Abteilung „Adaptives Verhalten und Kognition“ und Direktor des Harding-Zentrum für Risikokompetenz, beide am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, gehalten. Thema war "Das Jahrhundert des Patienten – zum Umgang mit Risiken und Chancen". Termin war Samstag der 14. November 2015 in Jena.

Die „Hufeland-Lecture 2016“ wurde vom internationalen Wissenschaftler Prof. Dr. Paul Glasziou, Bond University in Brisbane, Australien, gehalten. Seinen Vortag mit dem Titel: “Let’s face the problem: we doctors now do too much” hat er am Samstag, den 1. Oktober 2016 anlässlich des 50.DEGAM Kongresses in Frankfurt a.M. gehalten.

Gerd Gigerenzer "Das Jahrhundert des Patienten"
Michael M. Kochen "Der Bündnisfall"

Für Fragen zu den einzelnen Aktivitäten wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Jochen Gensichen.