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Forschungsprojekte für die Allgemeinmedizin

Die Stiftung Allgemeinmedizin möchte neue allgemeinmedizinische Forschungsthemen fördern und einzelne Projekte unterstützen.

Die Stiftung Allgemeinmedizin möchte daher Projektideen mit Bezug zur hausärztlichen Versorgung fördern. Ausdrücklich sollen auch Projektideen mit geringem Ausreifungsgrad gefördert werden, sofern sie über eine hohe praktische Relevanz verfügen. Grund: Auch frühe Pilotversuche, die nicht weitergeführt wurden, bergen wertvolle Erfahrungen aus dem Versorgungsalltag.

Die Stiftung Allgemeinmedizin wird in einer ersten Phase Projekte zum Thema „Psychische Gesundheit in der hausärztlichen Versorgung“ fördern oder selbst durchführen. Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Generationswechsels in den Hausarztpraxen und der damit einhergehenden Sorge vor dem sog. „Ärztemangel“, soll die Forschung helfen, das Erkennen, das Behandeln und das Begleiten von Patienten mit psychischen Belastungen zu sichern bzw. zu verbessern.

Projekt 1

Die Stiftung Allgemeinmedizin fördert bereits 2014 ein Projekt (Sepsis survivors Monitoring and cOordination in OutpatienT Health care Sepsis Monitoring SMOOTH) des Instituts für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena zur sicheren Begleitung von Patienten mit Belastungen, die nach einer schwersten Erkrankung dank intensivmedizinischer Behandlung überlebt haben. Oft leiden diese Patienten jedoch noch lange Zeit danach unter Belastungen, die während der starken medizinischen Behandlung entstanden sind. Das Projekt soll dazu beitragen, diese Belastungen zu lindern und so den Erfolg der Intersivmedizin auch langfristig für die Patienten zu erhalten.

Projekt 2

Die Stiftung fördert das Projekt „Ärztegesundheit“ am Institut für Allgemeinmedizin der Friedrich-Schiller-Universität. Eine lange Lebensarbeitszeit von Hausärzten in Gesundheit ist wünschenswert. Das Projekt untersucht das Gesundheitsverhalten von Hausärzten im eigenen Krankheitsfall. Umfassendes medizinisches Wissen und leichter Zugang lassen hier eine hohe Selbstdiagnose und Selbstmedikation vermuten – einhergehend mit allen klinischen Risiken.

Projekt 3

Die Stiftung fördert ein Projekt zur Behandlung von Angststörungen des Instituts für Allgemeinmedizin, Friedrich-Schiller-Universität (Jena-Paradies). Das Projekt entwickelt eine evidenzbasierte Kurzintervention in Hausarztpraxen. Die Stiftung unterstützt die Verbreitung dieses Ansatzes mit der Entwicklung einer elektronischen Version für den hausärztlichen Alltag.

Promotionsstipendium

Die Stiftung Allgemeinmedizin hat drei Stipendien (je 3000.- Euro) für allgemeinmedizinische Promotionsvorhaben ausgeschrieben, die sich mit dem Thema „Psychische Gesundheit in der hausärztlichen Versorgung“ befassen. Derzeit werden Promotionsstipendien im Fachgebiet der Allgemeinmedizin zu je 3000.- Euro zum Thema „psychische Gesundheit“ für folgende Personen gefördert:

- Frau Ann-Christine Geike (Institut für Allgemeinmedizin Rostock) beforscht die Unterschiede in Krankheitskonzepten zur Depression von Hausärzten und Psychologen
- Herr Stefan Hammer (Institut für Allgemeinmedizin Frankfurt a.M.) erstellt eine systematische Literaturübersicht zu den Nebenwirkungen von Antidepressiva und
- Frau Charlotte Münchmeier (Institut für Allgemeinmedizin Berlin) untersucht die Kooperation zwischen Haus- und Fachärzten für Psychiatrie

Für Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Annette Becker oder an Prof. Dr. Jochen Gensichen.